Streeck kritisiert fehlende Übergangslösung für Dietrich Bonhoeffer Klinik

Zum 30. Juni stellt die Dietrich Bonhoeffer Klinik in Großenkneten ihren Betrieb ein. Damit sinkt sinkt die Zahl der Reha-Betten für suchterkrankte Kinder und Jugendliche ab Juli 2026 voraussichtlich auf 25…

18. Mai 2026
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Die Dietrich Bonhoeffer Klinik in Großenkneten muss zum 30. Juni ihren Betrieb einstellen. Damit fällt ein großer Teil der Rehabilitationsplätze für suchterkrankte Kinder und Jugendliche in Deutschland weg. Eine Einigung zwischen Klinik und Kostenträgern gibt es trotz Vermittlungsversuche der Bundespolitik bisher nicht.

Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), sagte dem Deutschen Ärzteblatt beim 130. Deutschen Ärztetag in Hannover, man habe bis Freitagabend zwischen den Kostenträgern und der Klinik zu vermitteln versucht. Eine Einigung sei nicht gefunden worden. Streeck kritisierte, dass für die Klinik keine Übergangslösung erreicht wurde.

Der Träger, die Leinerstift-Gruppe, hatte Ende März das Aus der Rehaklinik angekündigt. Nach ihren Angaben gab es Anfang 2025 bundesweit 85 Betten in Rehakliniken für suchterkrankte Kinder und Jugendliche für alle Abhängigkeitserkrankungen, bei etwa 200.000 betroffenen Jugendlichen. Ab Juli 2026 sollen es voraussichtlich 25 Betten sein.

Hintergrund ist ein Finanzierungsstreit mit der Deutschen Rentenversicherung. Diese verwies im März auf ein neues Vergütungssystem für medizinische Rehabilitationseinrichtungen. Die beantragte Anerkennung der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik als Spezialeinrichtung wurde nicht erteilt.

Streeck kündigte eine tiefere Analyse von Bedarf und Angeboten sowie Gespräche an einem runden Tisch mit allen Akteuren an. Er nannte zugleich unterschiedliche Angaben zu vorhandenen Plätzen: Fachleute sprächen von 85, die Deutsche Rentenversicherung von 450 Plätzen. Diese Zahl sei nicht bestätigt worden.

Quelle:
aerzteblatt.de

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