Stromausfall als Stresstest: Sachsens Kliniken setzen auf Notstrom
Sachsens Kliniken sehen sich für Stromausfälle vorbereitet. Notstrom sichert den Grundbetrieb, doch bei längeren Blackouts stoßen Systeme an Grenzen…
- QM
Nach einem großflächigen Stromausfall in Berlin prüfen auch Sachsens Kliniken ihre Vorsorge. Krankenhäuser gelten als kritische Infrastruktur und halten Notstromaggregate vor, um zentrale Bereiche wie OP-Säle und Intensivstationen weiter zu betreiben. Am Universitätsklinikum Dresden und am Klinikum Chemnitz sichern mehrere Netzersatzanlagen den Betrieb für bis zu 24 Stunden. Auch die Universitätsklinikum Leipzig verfügt über umfangreiche Generatoren und Dieselreserven.
Klar ist jedoch, dass bei einem länger andauernden Blackout geplante Eingriffe und nicht dringliche Behandlungen verschoben werden müssten. Die Kliniken arbeiten deshalb gemeinsam mit Behörden und Energieversorgern an Notfallszenarien und orientieren sich an Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz, die eine Ausweitung der Notstromfähigkeit auf 72 Stunden vorsehen.
Netzbetreiber wie SachsenNetze und Mitnetz verweisen auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gegen Sabotage und Cyberangriffe. Trotz hoher Schutzstandards bleiben gezielte Anschläge ein Restrisiko. Insgesamt sehen Sachsens Kliniken aktuell keinen akuten Anpassungsbedarf, behalten die Bedrohungslage aber im Blick.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.