Strukturgutachten zieht Konsequenzen für Penzberger Klinik

Das Strukturgutachten bestätigt den geplanten Umbau des Krankenhauses Penzberg zum Sektorenübergreifenden Versorger mit künftig nur noch 75 Planbetten…

24. Juni 2026
  • Ökonomie

Das Strukturgutachten bestätigt zwar die Pläne der Starnberger Kliniken, das Krankenhaus Penzberg zum Sektorenübergreifenden Versorger umzubauen, macht aber deutlich, dass dabei zwei bislang relevante chirurgische Leistungsbereiche wegfallen. Endoprothetik und Revisionschirurgie sollen künftig nicht mehr in Penzberg angeboten werden.

Die Fallzahlen sind seit 2019 um 18,7 Prozent gesunken, von 4.654 auf 3.782 Fälle. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Verweildauer von 2020 bis 2025 um 18 Prozent auf 4,9 Tage. Beides ist Ausdruck des allgemeinen Trends zur Ambulantisierung.

Der Casemix-Index liegt mit 0,76 Prozent deutlich unter dem des Weilheimer Krankenhauses. Das hängt auch mit der Rolle zusammen, die Penzberg im Verbund der Starnberger Kliniken einnimmt. Schwere Fälle werden gezielt ins Starnberger Haus verlegt. Der Anteil der Notfallpatienten stieg dagegen von 43 auf 55 Prozent. Von den 2.091 versorgten Notfallpatienten kamen 67 Prozent aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, 23 Prozent aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Die Planbetten sollen von 100 auf 75 reduziert werden. Die Gutachter bescheinigen dem Haus gute ambulante Strukturen und Potenzial für den angestrebten Umbau. Offen bleibt, ob die Rund-um-die-Uhr-Notaufnahme durch eine Notfallambulanz mit eingeschränkten Öffnungszeiten ersetzt wird.

Quelle:
merkur.de

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