Studie: Chirurgen in den USA sterben deutlich früher als andere Ärztinnen und Ärzte

Eine US-Studie zeigt, Chirurgen sterben häufiger an Krebs, Herzkrankheiten und Unfällen. Stress, Schlafmangel und vernachlässigte Vorsorge gelten als mögliche Ursachen…

10. September 2025
  • Personal

Eine Analyse des US National Vital Statistics System belegt eine erhöhte Sterblichkeit bei Chirurginnen und Chirurgen. Im Vergleich zu anderen Ärztinnen und Ärzten lag die alters- und geschlechtsbereinigte Rate bei 355,3 pro 100.000 Personen und damit deutlich höher als die Vergleichsgruppe mit 228,4. Besonders häufig waren Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden sowie tödliche Verkehrsunfälle. Krebs trat mit über doppelt so hohen Werten auf. Auch Bluthochdruck und Schlaganfälle waren stärker vertreten. Dagegen verzeichnete die Berufsgruppe seltener Todesfälle durch Diabetes, Atemwegserkrankungen und Sepsis.

Als Ursachen diskutieren Fachleute lange Arbeitszeiten, hohe Belastung und unregelmäßige Dienste. Stress und Schlafmangel verschlechtern Reaktionsfähigkeit und erhöhen das Unfallrisiko. Zudem wird die eigene gesundheitliche Vorsorge oft vernachlässigt. Positiv fällt auf, dass Chirurginnen und Chirurgen im Vergleich zu anderen Akademikergruppen wie Juristen oder Ingenieuren etwas besser abschneiden. Gegenüber der Gesamtbevölkerung ist die Sterblichkeit sogar deutlich geringer.

Quelle:
medinside.ch

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