Studie: Nachvollziehbarkeit und Transparenz entscheidend für Akzeptanz von KI
Eine weltweite Studie befragte über 14.000 Patientinnen und Patienten zur Medizin-KI. Mehrheitlich Zustimmung, jedoch Vorbehalte bei schwer Erkrankten. Transparenz und ärztliche Verantwortung bleiben zentrale Erwartungen…
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Eine internationale Befragung von rund 14.000 Patientinnen und Patienten in 43 Ländern zeigt ein differenziertes Bild zur Akzeptanz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin. Grundsätzlich äußerten 57,6 Prozent Zustimmung, wobei Männer und technikaffine Personen etwas positiver eingestellt waren. Deutlich wurde, dass mit steigendem Wissen über KI die Akzeptanz steigt: Bei den Befragten mit hoher Kenntnis unterstützten 83,3 Prozent den Einsatz. Gleichzeitig lehnten schwer erkrankte Personen die Nutzung häufiger ab. Über die Hälfte dieser Gruppe beurteilte den Einsatz negativ.
Wichtig für die Befragten ist die Nachvollziehbarkeit der Technologie. 70,2 Prozent forderten erklärbare Systeme. Zudem wünschten sich 72,9 Prozent, dass KI nur unterstützend eingesetzt wird und die Entscheidungen bei Ärztinnen und Ärzten verbleiben. Rein KI-basierte Diagnosen akzeptierten lediglich 4,4 Prozent, während eine vollständige Ablehnung von KI nur 6,6 Prozent vertraten.
Die Autorinnen und Autoren der COMFORT-Studie betonen, dass die Ergebnisse eine stärkere Ausrichtung künftiger Anwendungen an den Erwartungen der Patientinnen und Patienten nahelegen. Zugleich weisen sie darauf hin, dass sich die Einstellungen durch die rasante Weiterentwicklung von KI seit 2023 bereits verändert haben könnten. Eine Folgebefragung läuft derzeit, um diese Entwicklung nachzuzeichnen.
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