Studie zeigt Zusammenhang zwischen KI-Skepsis und Demokratiezufriedenheit

Viele Menschen sehen KI als Gefahr für Arbeitsplätze. Diese Sorge senkt laut Studie das Vertrauen in die Demokratie und die Bereitschaft zur politischen Mitwirkung…

28. Januar 2026
  • Data und KI
  • Politik

Studie analysiert politische Effekte von KI-Wahrnehmung
Wirtschaftswissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Wien untersuchten, wie Einstellungen zu Künstlicher Intelligenz politische Haltungen beeinflussen. Grundlage sind Befragungen von mehr als 37.000 Personen aus 38 europäischen Ländern sowie Experimente in Großbritannien und den USA.

Mehrheit erwartet Arbeitsplatzverluste durch KI
Die Auswertung zeigt, dass in den meisten Ländern die Einschätzung überwiegt, KI vernichte mehr Arbeitsplätze als sie schaffe. Diese Wahrnehmung ist laut den Autoren stabil und besonders in wirtschaftlich entwickelten Staaten verbreitet, obwohl die realen Effekte auf den Arbeitsmarkt bislang begrenzt sind.

Zusammenhang mit Demokratiezufriedenheit
Personen, die KI als arbeitsplatzersetzend einschätzen, äußern laut Studie eine geringere Zufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie. Zudem beteiligen sie sich seltener an politischen Debatten und an der Mitgestaltung technologiepolitischer Fragen.

Bedeutung öffentlicher Kommunikation über KI
Die in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie zeigt demnach, dass Erwartungen und öffentliche Diskurse über KI demokratische Einstellungen prägen können. Die Autoren verweisen darauf, dass die Wahrnehmung der Technologie durch politische und gesellschaftliche Entscheidungen beeinflussbar bleibt.

Quelle:
haufe.de

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