Tarifkonflikt bei Vivantes wird zum politischen Thema
Der Tarifkonflikt bei Vivantes verschärft sich. Ver.di lehnt das Angebot zur schrittweisen Angleichung an den TVöD ab und erhöht den Druck auf Konzern und Politik…
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Beim Klinikkonzern Vivantes eskaliert der Tarifkonflikt um gleiche Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Betroffen sind rund 2.500 Beschäftigte in Tochtergesellschaften, vor allem in Service-, Logistik- und Reinigungsbereichen. Die Gewerkschaft ver.di fordert die vollständige und sofortige Anwendung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst. Nach Angaben der Gewerkschaft verdienen Beschäftigte der Töchter für vergleichbare Tätigkeiten mehrere hundert Euro weniger als die Stammbelegschaft.
Das von Vivantes vorgelegte Angebot sieht eine stufenweise Angleichung der Entgelte bis 2030 vor. Ver.di lehnt diesen Zeitplan ab und kritisiert das Ausklammern zentraler TVöD-Bestandteile wie der betrieblichen Altersvorsorge. Auch Einmalzahlungen, zusätzliche Urlaubstage und ein Recht auf Vollzeit fehlen aus Sicht der Gewerkschaft.
Der Konflikt gewinnt politische Bedeutung, da ver.di auf Zusagen des Berliner Senats zur Reintegration der Tochtergesellschaften verweist. Vor dem nächsten Verhandlungstermin wächst die Streikbereitschaft an mehreren Standorten.
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