Tarifrunde bei Sana ohne Einigung, nächste Runde voraussichtlich am 14. Dezember
Sana und der Marburger Bund vertagen die Tarifverhandlungen zum TV-Ärzte Sana. Zunächst wird das Votum der Kleinen Tarifkommission abgewartet, voraussichtlich am 14. Dezember geht es weiter…
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Die Tarifverhandlungen zum TV-Ärzte Sana sind ohne Einigung geblieben. Im Mittelpunkt steht ein erstmals vorgelegtes Arbeitgeberangebot, das aus Sicht des Marburger Bundes in wesentlichen Teilen noch nicht einigungsreif ist.
Am 15. Oktober setzten der Marburger Bund und die Sana Kliniken AG die Verhandlungen in Berlin fort. Das Angebot umfasst eine lineare Entgeltsteigerung für das laufende Jahr sowie bessere Zuschläge für Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdienste und für Sonntagsarbeit.
Neu sind zwei Vergütungsmodelle der Arbeitgeberseite. Ab 2027 sollen die Ärztinnen und Ärzte zwischen verschiedenen Formen der Entgeltumwandlung, zusätzlichen freien Tagen oder einer Einmalzahlung wählen können. Ab 2028 ist eine weitere Entgelterhöhung vorgesehen, die eine bislang nicht bezifferte Mindesterhöhung umfasst und sich an der Umsatzentwicklung der Sana-Kliniken orientieren soll. Beide Modelle wurden intensiv diskutiert, jedoch ohne abschließendes Ergebnis.
Der Marburger Bund bewertet die Gespräche als sehr konstruktiv. Zentrale Forderungen des Verbands finden im Angebot jedoch bislang keine Berücksichtigung. Vor dem Hintergrund des GKV-Spargesetzes und der Komplexität des Arbeitgeberangebots vereinbarten beide Seiten, zunächst das Votum der Kleinen Tarifkommission abzuwarten.
Die Verhandlungen sollen voraussichtlich am 14. Dezember fortgesetzt werden. Über den Verlauf will der Marburger Bund fortlaufend informieren und den Stand dort, wo es organisatorisch möglich ist, in Teilbetriebsversammlungen vor Ort erörtern.
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