Tarifstreit in Leipzig: Pflegekräfte erhöhen den Druck
Am Herzzentrum Leipzig und am Klinikum St. Georg stocken die Tarifverhandlungen für Pflegekräfte. Verdi fordert bis zu zwölf Prozent mehr Lohn, Sonderzahlungen und freie Tage. Die Arbeitgeber verweisen auf ein bestehendes Angebot, das Gewerkschaft hält es für unzureichend. Ein weiterer Warnstreik ist beschlossen.
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Die Tarifauseinandersetzungen an Leipziger Kliniken bleiben festgefahren. Am Klinikum St. Georg verhandelt die Gewerkschaft Verdi über einen neuen Haustarifvertrag für die Pflege. Gefordert werden sieben Prozent Lohnerhöhung sowie eine Sonderzahlung von 500 Euro oder vier zusätzliche freie Tage. Nach zwei Verhandlungsrunden gibt es kein Ergebnis. Die nächste Sitzung ist für Dienstag terminiert. Verdi behält sich Streiks vor, falls kein Fortschritt erzielt wird.
Auch am Herzzentrum Leipzig dauert der Konflikt an. Beschäftigte verlangen zwölf Prozent mehr Lohn, bezahlten Sonderurlaub für Verdi-Mitglieder und eine Anerkennung langjähriger Betriebszugehörigkeit. Helios hat stufenweise Lohnsteigerungen, verbesserte Schichtzulagen und höhere Jahressonderzahlungen angeboten. Verdi bewertet das Angebot als nicht ausreichend, da es hinter dem Konzerntarif zurückbleibe. Zudem seien bereits erzielte Einigungen wieder infrage gestellt worden.
Eine interne Befragung ergab Zustimmung zu einem weiteren Arbeitskampf. Am Montag treten die Beschäftigten deshalb erneut in den Warnstreik. Vertreterinnen und Vertreter der Pflege kündigten an, bei Bedarf auch längere Ausstände durchzuführen. Helios verweist hingegen auf ein aus Unternehmenssicht gutes Angebot und kritisiert zusätzliche Sonderforderungen der Gewerkschaft.
lvz.de