Tarifverhandlung an Universitätsklinika: AGU legt Angebot mit Einmalzahlung und gestaffelten Lohnerhöhungen vor

Der AGU legte in der zweiten Tarifrunde ein Angebot mit Einmalzahlung, gestaffelten Lohnerhöhungen und einer erhöhten Jahressonderzahlung vor, das die strukturellen Finanzierungsgrenzen der Universitätsklinika berücksichtigt…

24. Juni 2026
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Der Arbeitgeberverband der Universitätsklinika Baden-Württemberg (AGU) hat am 17. Juni 2026 in der zweiten Entgelttarifverhandlung mit der Gewerkschaft verdi ein konkretes Angebot vorgelegt. Es sieht eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie lineare Entgeltsteigerungen von 2,5 Prozent ab Januar 2027, 1,25 Prozent ab Dezember 2027 und 1 Prozent ab Dezember 2028 vor. Die Laufzeit des Tarifvertrags ist auf den Zeitraum 1. Mai 2026 bis 31. Dezember 2028 angelegt.

Für Auszubildende sind neben der Einmalzahlung von 400 Euro zwei weitere Einmalzahlungen von je 300 Euro im Juni und Oktober 2027 vorgesehen. Ihre linearen Steigerungen betragen 3 Prozent ab Dezember 2027 und 1 Prozent ab Dezember 2028. Zusätzlich soll die Jahressonderzahlung von 88 auf 95 Prozent angehoben werden, aufgeteilt in einen fixen Anteil von 88 Prozentpunkten und einen variablen Anteil von 7 Prozentpunkten. Die Einführung ist für 2027 oder 2028 geplant.

Der AGU begründet das Angebot mit der angespannten Finanzlage der vier Universitätsklinika. Die strukturelle Finanzierungslücke beziffert der Verband auf rund 100 Millionen Euro, die prognostizierten negativen Jahresergebnisse summieren sich auf rund 99 Millionen Euro. Die Tarifsteigerung vom Oktober 2025 in Höhe von 3,7 Prozent belastet die Personalkosten 2026 um weitere 52,8 Millionen Euro.

AGU-Vorständin Dr. Daniela Harsch betont, dass es in der aktuellen Runde um dauerhaft tragfähige Lösungen unter den geltenden gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen gehe. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 8. Juli 2026 statt.

Quelle:
klinikum.uni-heidelberg.de

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