TCM-Kongress 2026 stellt geschlechtsspezifische Schmerztherapie in den Mittelpunkt

Der TCM-Kongress 2026 in Rothenburg widmet sich der gendersensiblen Schmerztherapie. Traditionelle Konzepte der Chinesischen Medizin werden mit Erkenntnissen der Gendermedizin verbunden, um individuellere Behandlungsstrategien zu entwickeln…

11. März 2026
  • QM

Der 57. Kongress für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) stellt 2026 die geschlechtsspezifische Schmerztherapie in den Fokus. Vom 12. bis 15. Mai treffen sich internationale Fachleute in Rothenburg ob der Tauber. Sie diskutieren neue diagnostische Ansätze und individualisierte Behandlungsstrategien für Frauen und Männer.

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Schmerz biologisch unterschiedlich wahrgenommen wird. Forschungsergebnisse zeigen Unterschiede in Neurobiologie und Hormonhaushalt. Frauen gelten als anfälliger für bestimmte chronische Schmerzen, etwa bei Fibromyalgie. Auch hormonelle Schwankungen beeinflussen die Schmerzwahrnehmung und können die Wirkung von Medikamenten verändern.

Die Traditionelle Chinesische Medizin berücksichtigt individuelle Unterschiede seit Langem. Konzepte wie Yin und Yang beschreiben unterschiedliche energetische Muster im Körper. In der TCM spielen bei Frauen etwa Blut und Körpersäfte eine stärkere Rolle. Ungleichgewichte können Menstruationsbeschwerden oder Migräne begünstigen. Männer werden stärker dem aktiven Yang zugeordnet, was zu anderen Schmerzmustern führen kann.

Der Kongress zeigt praxisnahe Beispiele. Bei Migräne können Behandlungen wirksamer sein, wenn der weibliche Zyklus berücksichtigt wird. Auch bei chronischen Rückenschmerzen unterscheiden sich häufig die Auslöser zwischen Männern und Frauen. Workshops vermitteln, wie Therapeutinnen und Therapeuten diese Unterschiede in Akupunktur, Kräutertherapie, Ernährung und Bewegungskonzepten nutzen können.

Die Diskussion ordnet die TCM zudem in den Trend zur personalisierten Medizin ein. Jahrzehntelang basierte medizinische Forschung überwiegend auf männlichen Probanden. Die Gendermedizin soll diese Lücke schließen. Fachleute sehen in der Verbindung von traditioneller Erfahrungsmedizin und moderner Forschung neue Möglichkeiten für die Behandlung chronischer Schmerzen.

Quelle:
ad-hoc-news.de

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