Telemedizin verkürzt Wege: Neue Studie zeigt Chancen für schnellere Schlaganfalltherapie

Eine Studie zeigt, wie Telemedizin über CT-Krankenhäuser Therapien beschleunigen kann – besonders außerhalb von Ballungsräumen…

18. Februar 2026
  • Medizin
  • QM

Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Universitätsklinikums Düsseldorf haben die Geschwindigkeit untersucht, mit der Schlaganfallpatienten in Deutschland spezielle Kliniken erreichen. Sie haben dafür ein Modell benutzt. Es berechnet die Fahrzeiten zu bestimmten Krankenhäusern. Das sind Kliniken, die CT-Geräte haben und auf Schlaganfälle vorbereitet sind. Oder es sind zertifizierte Stroke Units.

98,9 Prozent der Menschen erreichen innerhalb von 30 Minuten ein Krankenhaus mit Computertomografie. Für 85,0 Prozent der Menschen liegt eine zertifizierte Stroke Unit in diesem Zeitfenster.

Das Team verglich zwei Behandlungsarten: die direkte Einlieferung in eine Stroke Unit und das Hub-and-Spoke-Modell. Bei diesem Modell findet die erste Untersuchung mit einem CT im nächstgelegenen Krankenhaus statt. Danach entscheiden die Fachleute gemeinsam mit einer Stroke Unit per Video über eine Lysetherapie.

Für 36,4 Prozent der Bevölkerung beginnt die Untersuchung der Bilder 10 Minuten früher. Für 14,2 Prozent startet sie sogar 20 Minuten früher. Der Vorteil verkleinert sich, wenn es im ersten Krankenhaus zu Verzögerungen kommt. Vor allem Menschen in ländlichen Gebieten profitieren von dem Modell.

Die Studie ist die erste Analyse dieser Art in ganz Deutschland. Sie zeigt, wo telemedizinische Konzepte die Behandlungszeiten verkürzen.

Quelle:
idw-online.de

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