Testphase für ÄPS-BÄK gestartet – Bundesärztekammer fordert verpflichtende Einführung

Die Bundesärztekammer testet ein neues Instrument zur ärztlichen Personalbemessung. Ziel ist eine flächendeckende Einführung. Der Gesetzgeber entscheidet im Herbst, ob die Nutzung verpflichtend wird. Die Ärzteschaft fordert klare politische Rückendeckung.

6. Juni 2025
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Mit dem Instrument ÄPS-BÄK will die Bundesärztekammer künftig den ärztlichen Personalbedarf präzise erfassen. Seit April läuft eine sechsmonatige Testphase in ausgewählten Kliniken. Die Ergebnisse sollen über eine verpflichtende Einführung im Zuge der Krankenhausreform entscheiden. Ziel ist es, ärztliche Leistungen realitätsnah abzubilden – inklusive Weiterbildungszeiten und administrativer Tätigkeiten.

Die Erprobung übernimmt das Beratungsunternehmen KPMG. Analysiert werden Datenkonsistenz, Umsetzbarkeit und Nutzen. Ein wesentliches Argument: Die Reform berücksichtigt bisher nur Fachärzt:innen. Ohne ÄPS-BÄK würden Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung schlicht ignoriert. Kritisch äußerten sich jedoch Stimmen aus der Praxis, die das Instrument bereits erprobt und als wirkungslos eingestuft hatten. Deshalb fordern Ärzt:innen eine gesetzliche Verpflichtung – und klare politische Unterstützung.

Das Tool soll nicht zur Reduktion von Leistungen führen, sondern Transparenz schaffen – auch gegenüber Klinikleitungen.

Quelle:

aerzteblatt.de


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