Tettnang: OSK plant ambulantes OP-Zentrum im ehemaligen Klinikgebäude

Der Bodenseekreis plant im ehemaligen Klinikgebäude Tettnang ein ambulantes OP-Zentrum der OSK, ein MVZ sowie weitere Nutzungen. Der Kreistag entscheidet am 14. Oktober über die Aufteilung…

13. Oktober 2026
  • Ökonomie

Gut fünf Monate nach der Schließung des Krankenhauses Tettnang nimmt die Nachnutzung des Gebäudes Gestalt an. Statt eines einzelnen Mieters setzt der Bodenseekreis auf mehrere Nutzer, weil die OSK nur einen Teil der Flächen übernehmen will. Am 14. Oktober entscheidet der Kreistag über die Aufteilung.

Im Erdgeschoss soll das ambulante OP-Zentrum der OSK entstehen, das MVZ wird weiterbetrieben. Für den OP-Bereich im ersten Obergeschoss laufen Gespräche mit weiteren Interessenten. In einem Gebäudeteil ist eine Einrichtung der Altenhilfe geplant, der Bürotrakt soll weiter als Bürofläche vermietet werden.

Der Bodenseekreis hatte die Liegenschaft für 3,5 Millionen Euro gekauft, effektiv zahlte er rund 2,1 Millionen Euro nach Verrechnung einer Grundschuld aus dem MCB-Insolvenzverfahren. Zusätzlich erwarb er für 130.000 Euro Inventar wie OP-Tische, OP-Leuchten und Küchenausstattung. Zwei Haustechniker wurden übernommen.

Der Schweizer Klinikkonzern Ameos, seit August Betreiber des Klinikums Friedrichshafen, hat keine Einwände gegen die OSK-Pläne. Der Sanierungsbedarf ist noch nicht beziffert, aus dem Kreistag war eine Summe von mindestens 20 Millionen Euro genannt worden. Sollte eine ausreichende Vermietung nicht gelingen, will der Kreis eine städtebauliche Neuplanung prüfen.

Quelle:
schwaebische.de

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