Thüringer Gesundheitsministerium reagiert auf steigende Hitzetote mit konkretem Maßnahmenpaket

Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk stellt einen Hitzeaktionsplan mit 21 Maßnahmen vor. Hintergrund sind rund 230 hitzebedingte Todesfälle im laufenden Sommer laut Robert Koch-Institut…

18. August 2026
  • Politik

Rund 230 Menschen sind im laufenden Sommer in Thüringen infolge von Hitze gestorben, so schätzt es das Robert Koch-Institut. Gesundheitsministerin Katharina Schenk hat daraufhin einen Hitzeaktionsplan mit 21 konkreten Maßnahmen vorgestellt.

Der Plan richtet sich an besonders gefährdete Gruppen: ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Schwerpunkte sind Information und Prävention, der Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen sowie die Vernetzung von Gesundheitswesen, Kommunen und weiteren Akteuren.

Bereits umgesetzt oder in Vorbereitung sind das Informationsportal hitze.thueringen.de, drei zielgruppenspezifische Flyer, die über Arztpraxen verteilt werden, sowie eine landesweite Karte zu kühlen Orten und Erfrischungsmöglichkeiten. Ein eigens gegründetes Netzwerk begleitet die Umsetzung der Maßnahmen.

Der Hitzeaktionsplan des Gesundheitsministeriums ergänzt bestehende Klimaanpassungsmaßnahmen des Umweltministeriums und kommunale Hitzeschutzprogramme. Langfristig sollen auch bauliche und stadtplanerische Maßnahmen wie mehr Grün und Schatten in öffentlichen Räumen zum Schutz beitragen.

Quelle:
monitor-versorgungsforschung.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.