Tod einer fixierten Patientin in Kölner LVR-Klinik: Staatsanwaltschaft prüft fahrlässige Tötung

In der psychiatrischen LVR-Klinik Köln Merheim starb am 22. Mai eine gefesselte 26-jährige Patientin. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher fahrlässiger Tötung…

15. September 2026
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Eine 26-jährige Frau ist am 22. Mai in der psychiatrischen Klinik des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Köln Merheim gestorben. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat daraufhin ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Frau befand sich laut Bildzeitung in einer akuten psychischen Krise, war an ein Bett gefesselt und sollte von Klinikmitarbeitern beaufsichtigt werden. In diesem Zustand wurde sie tot aufgefunden.

Das Institut der Rechtsmedizin Köln untersucht die Todesursache. Ein chemisch-toxikologisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse laut Staatsanwaltschaft zeitnah vorliegen sollen.

Staatsanwaltschaftssprecher Ulrich Bremer erklärte gegenüber dem WDR, dass Patientenakte und Überwachungsprotokoll der Klinik ausgewertet werden. Ziel ist es zu prüfen, ob Versäumnisse bei der Überwachung ursächlich für den Tod waren. Anschließend entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob gegen Klinikmitarbeiter ein Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung besteht.

Der LVR erklärte schriftlich gegenüber dem WDR, man empfinde tiefes Mitgefühl gegenüber den Angehörigen und arbeite eng mit allen staatlichen Stellen zusammen, um den Fall lückenlos aufzuklären.

Quelle:
wdr.de

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