Todesfälle in Österreich entfachen Debatte über Notfallversorgung in Bayern

Lange Wartezeiten bei Notfallverlegungen sorgen für Kritik. Ärztinnen und Ärzte fordern mehr Kapazitäten und klare Strukturen…

25. November 2025
  • Politik

In bayerischen Kliniken kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei der Verlegung von Notfallpatientinnen und -patienten. Der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Andreas Botzlar, warnt vor einem „kritischen Punkt“ in der stationären Versorgung. Engpässe bei Intensivbetten und zu hohe Auslastungen führen dazu, dass die Suche nach geeigneten Kliniken oft zu lange dauert. Fälle aus Österreich, bei denen Patientinnen und Patienten während einer geplanten Verlegung starben, verdeutlichen das Risiko.

Auch in Bayern berichten Kliniken von Kapazitätsproblemen, wenn auch keine nachgewiesenen Todesfälle bekannt sind. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Ruth Waldmann fordert eine stärkere Kooperation zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Krankenhäusern. Besonders kritisch sieht sie die Situation in der Kinder- und Intensivversorgung.

Gesundheitsökonom Andreas Beivers hält flächendeckende Überkapazitäten für unrealistisch, mahnt jedoch eine bessere Krisenvorsorge an. Das bayerische Gesundheitsministerium verweist auf grundsätzlich ausreichende Kapazitäten und betont, man setze auf eine flächendeckende Versorgung. Fachleute sehen in der geplanten Krankenhausreform die Chance auf effizientere Strukturen, sofern Qualität und Versorgungssicherheit gewahrt bleiben.

Quelle:
augsburger-allgemeine.de

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