Potsdamer Klinik untersucht Todesfall nach Schließung der Gefäßchirurgie
Nach der reformbedingten Schließung der Gefäßchirurgie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam wird untersucht, ob ein Todesfall im möglichen Zusammenhang mit den veränderten Strukturen steht…
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Am Klinikum Ernst von Bergmann (KEvB) in Potsdam wird ein Todesfall aufgearbeitet, der in möglichem Zusammenhang mit der Schließung der Gefäßchirurgie steht. Das Klinikum hat den Behandlungsverlauf rekonstruiert und ein externes Begutachtungsverfahren eingeleitet. Abschließende Aussagen zu Ursachen oder einem Zusammenhang mit den veränderten Strukturen sind laut Geschäftsführungssprecher Tomislav Gmajnic derzeit nicht möglich.
Seit August bietet das KEvB weder Orthopädie noch Gefäßchirurgie an. Beide Fachbereiche übernahmen das St. Josefs-Krankenhaus und die Oberlinklinik. Im Gegenzug schloss das St. Josefs-Krankenhaus seine Neurologie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die das Bergmann-Klinikum übernahm. Als Begründung nannten beide Häuser die Krankenhausreform, die eine stärkere Spezialisierung vorsieht.
Das Brandenburger Gesundheitsministerium dringt auf Aufklärung und hatte das Vorhalten gefäßchirurgischer Expertise am KEvB-Standort bereits in Gesprächen mit der Geschäftsführung eingefordert. Der Aufsichtsrat beauftragte die Klinikleitung daraufhin, die Versorgungssituation zu überprüfen und gefäßchirurgische Kompetenz weiterhin unmittelbar am Standort vorzuhalten. Aktuell ist die Notfallversorgung über eine 24-Stunden-Rufbereitschaft mit dem St. Josefs-Krankenhaus geregelt.
Die Landeshauptstadt Potsdam als Gesellschafterin der Klinik kündigte an, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat eine externe Kanzlei mit der Überprüfung der Schließungsentscheidung zu beauftragen. Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung zu diesem Thema war bereits vor dem bekannt gewordenen Todesfall angesetzt worden.
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