Tokura entwickelt Plattform, die AOP-Zentren von der Anmeldung bis zur Wundkontrolle digital vernetzt
Das Berliner Start-up Tokura entwickelt eine Plattformlösung für ambulante OP-Zentren, die bestehende Systeme vernetzt und Patienten digital von der Aufnahme bis zur Nachsorge begleitet…
- Digitale Klinik
Ambulante OP-Zentren werden in Deutschland häufig als verkleinerte Krankenhäuser betrieben, ohne eigenständige digitale Infrastruktur. Das Berliner Start-up Tokura, gegründet von David Rizor und Dr. Daniel Kreter, setzt genau hier an und das mit einer Plattformlösung, die speziell für die Anforderungen ambulanter Chirurgie konzipiert wurde.
Tokura ersetzt keine bestehenden Systeme wie PVS, KIS oder Buchungssoftware, sondern verknüpft sie. Zentrales Element ist eine Patienten-App, die den gesamten Behandlungsprozess abdeckt: digitale Datenerfassung, Prämedikationsvisite, OP-vorbereitende Erinnerungen, Check-in am Operationstag sowie bildgestützte Wundkontrolle in der Nachsorge.
Die Software soll vor dem Eingriff kurzfristige Ausfälle reduzieren und die Auslastung verbessern, am OP-Tag Wechselzeiten verkürzen und administrativen Aufwand senken, danach reale Patientenkontakte minimieren und gleichzeitig die Patientenzufriedenheit steigern.
Hendrik Riedel von der Digital Avantgarde bezeichnete das Konzept als Paradebeispiel für ganzheitliche Digitalisierung und als Umsetzung des Fördertatbestands 2 des KHZG in seiner ursprünglich gedachten Form. Das erste ambulante OP-Zentrum in Berlin soll im vierten Quartal 2026, spätestens Anfang 2027, mit der Lösung live gehen.
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