Überraschung an der Spitze des BMG
Die Ernennung von Nina Warken zur Bundesministerin für Gesundheit ist eine echte Überraschung und markiert einen personellen und inhaltlichen Neuanfang im BMG. Trotz fehlender spezifischer Vorerfahrungen im Gesundheitswesen wird ihr zugetraut, mit politischer Erfahrung, juristischem Sachverstand und pragmatischem Vorgehen die anstehenden Herausforderungen zu meistern
- Politik
Die CDU-Politikerin Nina Warken wird neue Bundesministerin für Gesundheit und damit Nachfolgerin von Karl Lauterbach. Die 45-jährige Juristin aus Baden-Württemberg gilt als politische Überraschung für dieses Amt. Bisher hat sie sich vor allem in der Innenpolitik einen Namen gemacht, unter anderem als Obfrau im NSA-Untersuchungsausschuss und als Mitglied des COVID-19-Begleitkreises. Gesundheitspolitische Erfahrung bringt sie bislang kaum mit. Als Parlamentarische Staatssekretäre stehen Warken künftig die CDU-Politiker Tino Sorge und Georg Kippels zur Seite. CDU-Parteichef Friedrich Merz, der demnächst das Kanzleramt übernehmen soll, lobte Warken als stille, aber sehr kluge Kraft. Besonders hervorgehoben wurde ihre Fähigkeit, sich schnell und umfassend in neue Themen einzuarbeiten. Erste wohlwollende Signale kamen aus der Selbstverwaltung und von ihrem Vorgänger Lauterbach. Die Erwartungen an die neue Ministerin sind hoch – der Aufgabenberg im Gesundheitswesen bleibt gewaltig.
Die Ernennung von Nina Warken zur Gesundheitsministerin gleicht einem Sprung ins kalte Wasser. Entscheidend wird sein, ob ihr der Spagat zwischen komplexen Gesundheitsthemen und politischer Realität gelingt. Das Gesundheitswesen braucht neuen Mut.
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