UKB und Telekom entwickeln Dashboard für kritische Infrastruktur

Am Universitätsklinikum Bonn wurde mit der Telekom ein Prototyp entwickelt, der Klinikdaten bündelt, Risiken vorhersagt und handlungsleitende Empfehlungen liefert…

11. September 2025
  • Digitale Klinik
  • IT

Cyberangriffe, Ausfälle oder IT-Schwachstellen können die Versorgung in Kliniken massiv gefährden. Das Universitätsklinikum Bonn hat daher gemeinsam mit Telekom MMS ein KI-gestütztes Echtzeit-Lagebild entwickelt. Das System bündelt Daten aus Krankenhausinformationssystemen, Medizingeräten, Monitoring- und Sicherheitssystemen in einem zentralen Dashboard. So entsteht ein Überblick, der Fachverantwortlichen hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Die Lösung arbeitet unabhängig von den Hauptsystemen und bietet rollenbasierte Ansichten für Leitung, IT und Pflege. KI-Module ermöglichen Prognosen und schlagen konkrete Maßnahmen vor. Betroffene Prozesse, Engpässe oder Alternativen werden visuell angezeigt. Grundlage ist die Plattform Splunk, erweitert um ein Prognosemodul. Die Gestaltung erfolgte anhand von User Stories und Interviews mit Beschäftigten und Patientinnen und Patienten.

UKB-Direktor Dieter Padberg betont, dass Patientensicherheit oberste Priorität habe. Auch Telekom-Geschäftsführer Ralf Pechmann verweist auf die Herausforderung, Informationsfluten in Krisenlagen gezielt auszuwerten. Perspektivisch soll das System produktiv eingesetzt und auf andere kritische Infrastrukturen wie Energie oder Verkehr übertragen werden.

Quelle:
e-health-com.de

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