Unbefristeter Streik bei Fresenius-Kliniken Nord: Verdi fordert Tarifvertrag
Beschäftigte mehrerer Fresenius-Kliniken in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern streiken unbefristet. Verdi fordert einen einheitlichen Tarifvertrag. Fresenius lehnt ab und verweist auf marktübliche Löhne. Der Vorwurf: psychischer Druck statt Verhandlungen.
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In mehreren Kliniken des Fresenius-Konzerns im Norden Deutschlands ist ein unbefristeter Streik ausgebrochen. Verdi fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für die Beschäftigten – insbesondere in der Medizin- und Betriebstechnik. Aktuell bestehen mindestens vier unterschiedliche Entgeltsysteme. Tätigkeiten würden dadurch teils ungleich vergütet. Die Gewerkschaft wirft dem Konzern vor, sich Verhandlungen zu verweigern und mit Druckmitteln zu arbeiten. Streikende berichten von arbeitsrechtlichen Drohungen und Hausbesuchen. Fresenius weist die Notwendigkeit eines Tarifvertrags zurück. Man zahle marktgerecht und überprüfe Gehälter regelmäßig. Die Streikankündigung sei nur kurzfristig erfolgt. Zu den Vorwürfen äußerte sich der Konzern nicht. Betroffen sind unter anderem die Klinikstandorte in Damp, Schönhagen, Schleswig, Schwerin und Leetzen. Die Verdi-Tarifkommission zeigt sich entschlossen, den Arbeitskampf fortzusetzen – für gerechte und transparente Beschäftigungsbedingungen im Konzern.
Die aktuelle Situation zeigt erneut, wie wichtig einheitliche und nachvollziehbare Vergütungsstrukturen für den langfristigen Betrieb von Kliniken sind. Die Tarifbindung stärkt nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit, sondern auch die betriebliche Stabilität.
gmx.net
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