Uniklinik Freiburg startet Sparkurs, bis zu 350 Vollzeitstellen sollen wegfallen

Das Universitätsklinikum Freiburg reagiert auf ein Defizit von 56 Millionen Euro mit einem Konsolidierungsprogramm. Dazu zählt auch ein Stellenabbau über drei Jahre, Verdi übt Kritik…

18. Dezember 2025
  • Personal
  • Ökonomie

Das Universitätsklinikum Freiburg hat einen umfassenden Konsolidierungsprozess gestartet. Anlass ist ein Defizit von 56 Millionen Euro im Jahresabschluss 2024. Der Vorstand nennt schwankende Rahmenbedingungen, fehlende Investitionsmittel und wachsende Anforderungen in der Regelversorgung als zentrale Gründe. Ohne Gegenmaßnahmen soll sich die finanzielle Lage weiter verschärfen.

Das Haus plant eine systematische Analyse aller Bereiche und Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung. Dazu kommen Konsolidierungspläne für Kliniken, Verwaltung und Stabsstellen. Genannt werden auch die Weiterentwicklung des OP-Managements, Optimierungen in Logistik und Infrastruktur sowie ein neues Personalplanungssystem.

Im Rahmen des Programms sollen in drei Jahren rund 300 bis 350 Vollzeitstellen entfallen. Der Abbau soll über natürliche Fluktuation erfolgen und alle Berufsgruppen betreffen. Verdi sieht die Ursachen vor allem in zu geringen Investitionen des Landes Baden-Württemberg. Prof. Frederik Wenz betont zugleich die Bedeutung der Krankenhausreform für mehr Planungssicherheit.

Quelle:
kma-online.de

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