Uniklinikum Frankfurt plant Abbau von bis zu 500 Stellen – Verwaltung besonders betroffen

Am Universitätsklinikum Frankfurt könnten bis zu 500 Stellen wegfallen, vor allem in der Verwaltung. Hintergrund ist ein Defizit von zuletzt 21 Millionen Euro und eine laufende Restrukturierung…

14. August 2026
  • Personal
  • Ökonomie

Das Universitätsklinikum Frankfurt steht vor einem massiven Stellenabbau. Laut anonymen Mitarbeitenden könnten bis zu 500 Arbeitsplätze wegfallen, überwiegend in der Verwaltung. Das Klinikum dementiert die Zahl nicht, bestätigt sie aber auch nicht.

Hintergrund ist eine seit Jahren negative Ertragslage. Das Defizit soll zuletzt 21 Millionen Euro betragen haben. Bereits 2025 musste das Land Hessen im Nachtragshaushalt Mittel bereitstellen. Im Februar 2026 beauftragte das Klinikum eine externe Unternehmensberatung mit der Restrukturierung.

Im März 2026 wurde kaufmännischer Direktor Markus Jones mit sofortiger Wirkung abberufen. Eine Quelle spricht von einem Sündenbock. Seine Nachfolgerin Änne Günther ist ebenfalls nicht mehr im Amt; aktuell wird Ricarda Wessinghage als kommissarische stellvertretende kaufmännische Direktion geführt.

Mitarbeitende berichten zudem von organisatorischen Problemen. Ärztlicher Direktor Jürgen Graf und Pflegedirektorin Birgit Rolfsema sollen Aufgaben übernommen haben, die laut dem Gesetz für hessische Universitätskliniken der kaufmännischen Leitung obliegen. Eine Prüfpflicht für alle Ausgaben ab 10.000 Euro habe zu Lieferstopps und Mehrkosten geführt.

Hessischer Rechnungshof und Bundesjustizhof wurden nach Angaben der Quellen informiert; Rückmeldungen stehen noch aus. Intern beklagen Beschäftigte psychologischen Druck, einen explodierten Krankenstand und ignorierte Belastungsanzeigen. Das Klinikum widerspricht: Weder erhöhter Krankenstand noch eine Häufung von Überlastungsanzeigen seien feststellbar.

Quelle:
fr.de

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