Pressemeldung

Die Unimedizin Greifswald befindet sich trotz eines Defizits auf Wachstumskurs

Die Universitätsmedizin Greifswald erzielte 2025 Rekordwerte in Patientenversorgung und Drittmitteln, schloss das Jahr aber wegen unzureichender Krankenhausfinanzierung mit 9,8 Millionen Euro Defizit ab…

15. Juli 2026
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  • Ökonomie

Die Universitätsmedizin Greifswald setzt ihren Wachstumskurs fort. In der Krankenversorgung war sie im abgelaufenen Jahr 2025 nachgefragt wie nie zuvor. Auch im Bereich der fremdfinanzierten Forschung war es ein Rekordjahr. Insbesondere wegen der unzureichenden Finanzierung der Krankenhausleistungen verzeichnete sie dennoch ein Defizit von 9,8 Millionen Euro.

Die Unimedizin Greifswald hat im vergangenen Jahr ihr Leistungsangebot für Patienten weiter ausgebaut. Dazu zählt die vernetzte Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Bereiche, um insbesondere komplexe Erkrankungen vielschichtig behandeln und Patienten damit umfassend helfen zu können. Wegen der unzureichenden Gegenfinanzierung und weiter erheblich gestiegener Preise hat sie das Jahr dennoch mit dem Defizit abgeschlossen. Das belegt der Jahresabschluss 2025, den der Vorstand aufgestellt hat und der vom Aufsichtsrat bestätigt wurde. Für das laufende Jahr wird ein Defizit von 9,4 Millionen Euro erwartet.

„Die Leistungszahlen zeigen die enorme Bedeutung der Universitätsmedizin Greifswald für das Land Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus“, unterstreicht der Kaufmännische Vorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Toralf Giebe: „Wir sind das zentrale Krankenhaus der Region, sind in der Forschung national und international sichtbar, sind hier der größte Arbeitgeber und bilden die Ärztinnen und Ärzte der Zukunft aus.“ Dabei werde die Finanzierung durch die neuen Sparpläne der Bundesregierung erschwert, wie Giebe betont: „Rechtsgrundlagen und Finanzierungsregeln werden ständig verändert, das nimmt uns jede Planungssicherheit.“

Neben der stark nachgefragten Versorgung der Patienten werde die Arbeit der Universitätsmedizin auch von anderen Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen geschätzt, freut sich Giebe: „Mit fast 37,9 Millionen Euro verausgabter Drittmittel im vergangenen Jahr ist die Unimedizin auf einem Allzeithoch. Die bisherige Rekordsumme aus dem Jahr 2022 wurde noch einmal um mehr als 2 Millionen Euro übertroffen. Wir haben im vierten Jahr in Folge Projekte mit einem Volumen von über 30 Millionen Euro realisiert.“ Auch damit trage die UMG zur Stärkung der Region bei.

Giebe hebt zudem hervor: „Wir konnten neue Fachkräfte gewinnen, gerade im ärztlichen und pflegerischen Bereich, das zeigt unsere Attraktivität als Arbeitgeber.“ So wurde die Zahl der Mitarbeitenden im vergangenen Jahr um 155 auf 3.805 Vollzeitkräfte gesteigert. Gegenüber dem Vorjahr stieg 2025 die Zahl der ärztlichen Vollzeitstellen um 26, die in der Pflege sogar um 31.

Quelle:
unimedizin-greifswald.de

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