Universitätsklinikum Essen klagt gegen die Leistungszuweisung
Die Uniklinik Essen wehrt sich juristisch gegen die Schließung ihres Transplantationszentrums im Rahmen der neuen Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen, da die Mindestanforderungen für Herztransplantationen dort längst erfüllt werden. Insgesamt haben bereits rund 60 Kliniken in NRW Klagen eingereicht, die sich gegen die strengen Vorgaben der Reform richten.
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Die Uniklinik Essen hat rechtliche Schritte gegen die Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen eingeleitet, da das Transplantationszentrum für Herztransplantationen nach den neuen Vorgaben geschlossen werden soll. Obwohl die Klinik mit 14 Herztransplantationen im Jahr 2024 die ab 2026 geforderten Mindestzahlen deutlich übertrifft, sieht der Beschluss lediglich zehn jährliche Herz-Lungen-Transplantationen vor, was laut Prof. Jochen A. Werner, dem ärztlichen Direktor der Klinik, unrealistisch ist. Werner warnte zudem vor negativen Folgen für die medizinische Fakultät und die Universität Duisburg-Essen, da hochqualifizierte Fachkräfte abwandern könnten. Die Uniklinik Essen ist nicht die einzige betroffene Einrichtung: Insgesamt wurden bisher etwa 40 Klagen von verschiedenen Kliniken in NRW gegen die Feststellungsbescheide der Bezirksregierungen eingereicht, die zentrale Leistungsbereiche beschneiden könnten…
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