Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt zertifizierte Medizinsoftware
Das Institut für Medizinische Informatik in Heidelberg darf nun zertifizierte medizinische Software entwickeln und einsetzen. Der TÜV Süd bestätigte höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Digitale Tools sollen Ärztinnen und Ärzte bei Therapieentscheidungen unterstützen und die Patientenversorgung optimieren.
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Das Institut für Medizinische Informatik an der Universität Heidelberg und am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) hat die TÜV-Zertifizierung erhalten und darf medizinische Software als Medizinprodukt entwickeln und einsetzen. Damit wird ein bedeutender Schritt zur Digitalisierung der Patientenversorgung gemacht. Die zertifizierte Software analysiert klinische Daten und unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei Therapieentscheidungen. So können beispielsweise digitale Fragebögen von Krebspatienten genutzt werden, um Krankheitsverläufe besser zu beurteilen und Behandlungen individuell anzupassen. Die TÜV-Prüfer legten besonderes Augenmerk auf das Qualitätsmanagement, die Dokumentation der Softwareentwicklung und das Risikomanagement. Parallel zur Softwareentwicklung bildet das Institut Ärztinnen und Ärzte in Medizininformatik aus. Während ihrer Facharztausbildung arbeiten sie dort zu 50 Prozent und lernen, Software für ihre jeweiligen Fachgebiete zu entwickeln. So wird sichergestellt, dass digitale Lösungen praxisnah entstehen und optimal in den Klinikalltag integriert werden. Die erste zertifizierte Software soll noch in diesem Jahr im UKHD eingesetzt werden. Ziel ist es, Forschung und Patientenversorgung enger zu verzahnen und digitale Innovationen direkt in der Klinik nutzbar zu machen…
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