Update DRG-Kodierung 2026 für die Allgemein-und Viszeralchirurgie

Die DRG-Kodierung 2026 bringt neue Differenzierungen bei Diagnosen und Komplikationen in der Viszeralchirurgie. Für Kliniken steigen Präzision und Dokumentationsanforderungen deutlich…

5. Januar 2026
  • MD

Aus dem Ressort für Gesundheitsökonomie der DGAV

  • Rolf Bartkowski – Delegierter der AWMF in den Arbeitsgruppen ICD-10 und OPS beim BfArMMed-I-Class GmbH, Forstweg 74, 13465 Berlin
  • Waldemar Uhl – Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, St. Josef-Hospital, Universitätskrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum
  • Helmut Witzigmann – Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

Im Vorschlagsverfahren 2026 wurden einige wesentlich Anregungen zur Verbesserung der
Klassifikationen ICD-10-GM und des OPS im Ressort für Gesundheitsökonomie der DGAV
abgestimmt und von Rolf Bartkowski als Mitglied der Arbeitsgruppen ICD-10-GM und OPS
beim BfArM (ehemals DIMDI) in den Gremien erfolgreich umgesetzt. Weitere notwendige
Anpassungen bei der Versorgung von Narbenhernien und der Nebenschilddrüsenchirurgie
konnten dagegen noch nicht abschließend konsentiert werden und sind für 2027
vorgesehen.

Mit dem DRG-Update 2026 werden zentrale Kodierlücken in der Allgemein- und Viszeralchirurgie geschlossen. In der ICD-10-GM werden perianale Malignome differenzierter erfasst. Neu ist unter anderem ein eigener Kode für das maligne Melanom der Perianalhaut. Auch postoperative Befunde werden klarer abgegrenzt. Die Anastomositis ist nun eindeutig als Folge medizinischer Maßnahmen kodierbar und von Anastomoseninsuffizienzen abzugrenzen.

Zudem erfolgt eine fachlich relevante Trennung zwischen erworbener Afibrinogenämie und Hypofibrinogenämie. Gleiches gilt für die neu eingeführte spezifische Kodierung der Hypoalbuminämie, die bisher nur unspezifisch abbildbar war. Ziel der Anpassungen ist eine präzisere Abbildung klinischer Realität und des Ressourcenverbrauchs. Mehrere weitere Änderungsbedarfe, etwa bei Narbenhernien, wurden vertagt und sind für 2027 vorgesehen.

Quelle:
dgav.de

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