Vdek warnt vor Anstieg der Zusatzbeiträge ab 2026
Nach den Beratungen im Koalitionsausschuss bleibt das GKV-Sparpaket strittig. Ein Kompromiss ist nötig, um Beitragserhöhungen zu verhindern…
- Ökonomie
Im Koalitionsausschuss konnte keine Einigung über das GKV-Sparpaket erzielt werden. Kanzler Friedrich Merz zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass 2026 keine Beitragserhöhung erfolgt. Das Sparpaket, eingebettet im Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege, sieht Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bei Kliniken sowie jeweils 100 Millionen Euro beim Innovationsfonds und bei den Verwaltungsausgaben der Krankenkassen vor. Die Länder lehnen vor allem die Kürzungen im Krankenhausbereich ab.
Der Bundesrat hatte das Vermittlungsverfahren eingeleitet, um bis Jahresbeginn 2026 eine Lösung zu erreichen. Der Verband der Ersatzkassen mahnt, ohne Einsparungen werde der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz auf bis zu 3,2 Prozent steigen. Parallel einigten sich CDU, CSU und SPD beim Rentenpaket auf eine Fortführung des bisherigen Gesetzentwurfs. Zudem beschloss der Bundestag den Bundeshaushalt 2026 mit einem Etat von 21,77 Milliarden Euro für das Gesundheitsministerium, ein Plus von 2,49 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.
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