vdek warnt vor neuen Finanzlücken im Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Geplante Änderungsanträge zum BStabG verursachen allein im Krankenhausbereich 550 Millionen Euro Mehrbelastung. Der vdek fordert eine vollständige Gegenfinanzierung aller Ausnahmen…

8. Oktober 2026
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Der Verband der Ersatzkassen (vdek) fordert, dass alle Änderungsanträge zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vollständig gegenfinanziert werden. Am gestrigen 7. Oktober 2026 hat der Gesundheitsausschuss des Bundestages über die Anträge beraten. Laut vdek-Vorstandsvorsitzender Ulrike Elsner führen allein die geplanten Rechnungsaufschläge im Krankenhausbereich zu Mehrbelastungen von 550 Millionen Euro. Weitere Kosten entstehen durch Vergütungsänderungen bei Psychotherapeuten sowie Haus- und Fachärzten.

Positiv bewertet der vdek die geplante Wiedereinführung von Hilfsmittel-Ausschreibungen. Seit dem Verbot Mitte 2019 seien die Ausgaben bis 2025 um 32 Prozent gestiegen. Auch die Möglichkeit, Preisvereinbarungen für individuell hergestellte Krebsarzneimittel (Zytostatika) mit Apotheken zu schließen, begrüßt der Verband grundsätzlich. Die vorgesehene Verpflichtung zu einem einheitlichen regionalen Vertragsschluss sei allerdings nicht praktikabel.

Die geplante Abschaffung der Hybrid-DRG hält der vdek für richtig. Diese hätten zu massiven Mengen- und Ausgabensteigerungen geführt, die weder medizinisch erklärbar seien noch die Ambulantisierung gefördert hätten. Für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) befürwortet der Verband Vergütungsabschläge bei hohen Nutzungsabbrüchen, fordert aber deren Ausweitung auf DiGA in der Erprobungsphase.

Ob die Maßnahmen ausreichen, die Finanzierungslücken zu schließen, bleibt laut Elsner fraglich. Vor dem Mitte Oktober tagenden Schätzerkreis zur Festlegung des Zusatzbeitragssatzes 2027 brauchen die Kassen dringend Klarheit.

Quelle:
vdek.com

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