Vebeto-Analyse deckt Schwächen des neuen Leistungsgruppenmodells auf

Die Krankenhausreform fordert Planungen auf Basis des InEK-Groupers. Eine aktuelle Vebeto-Analyse zeigt jedoch: Fehlende Fachabteilungsschlüssel führen zu Verzerrungen. Die Zuordnung von Leistungen ist oft ungenau – mit riskanten Folgen für die Kliniken.

28. April 2025
  • Politik
  • Ökonomie


Der neue InEK-LG-Grouper soll ab 2025 die Grundlage für die Krankenhausplanung liefern. Doch eine Vebeto-Analyse zeigt gravierende Schwächen: Fachabteilungsschlüssel, die als Grundlage dienen, werden in deutschen Krankenhäusern uneinheitlich verwendet. Für die Gastroenterologie melden nur 38 Prozent der tatsächlich versorgenden Häuser einen entsprechenden Schlüssel, für die Pneumologie sind es 46 Prozent. Diese Diskrepanz gefährdet die Mindestvorhaltezahlen und verzerrt die Krankenhausplanung erheblich. Die Folge: Kliniken könnten Finanzierungsansprüche verlieren. Die Unsicherheit betrifft alle Bundesländer und Trägerschaften gleichermaßen. Vebeto fordert daher eine Überarbeitung der Systematik, weist aber gleichzeitig auf die hohen Hürden hin: Schon vor der Aufnahme eines Patienten müssen die Häuser die richtige Leistungsgruppe ermitteln, ein Verfahren mit erheblichem Risiko. Der aktuelle InEK-Grouper bietet aus Sicht der Autoren keine verlässliche Grundlage für eine belastbare Krankenhausplanung.

Quelle:

daskrankenhaus.de


Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.