Pressemeldung

ver.di fordert öffentliche Trägerschaft für das Jüdische Krankenhaus Berlin

Die Belegschaft des Jüdischen Krankenhauses (JKB) wurde Freitag mittag vom Vorstand darüber informiert, dass das Haus vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hat…

8. Dezember 2025
  • Ökonomie

Die Gewerkschaft ver.di fordert das Land Berlin, das Kuratorium und den Vorstand auf, das Insolvenzverfahren dazu zu nutzen, eine langfristige und tragfähige Lösung für den Weiterbetrieb des Hauses zu schaffen.

„Die 260-jährige Geschichte des Hauses muss fortgeführt werden. Das JKB hat eine wichtige Versorgungsfunktion im Wedding. Nicht zuletzt sollten die in den letzten Jahren massiv getätigten Investitionen nun auch der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zugute kommen. Wir schlagen vor, das JKB in eine öffentliche Trägerschaft zu überführen. Dazu könnte es ein eigenständiger Standort von Vivantes oder der Charité werden, und dabei seine eigene Identität behalten. Die Jüdische Gemeinde sollte in die Entscheidungsfindung und die weitere Gestaltung des Krankenhauses eng eingebunden werden.“ erklärt Gisela Neunhöffer, stellv. Landesfachbereichsleitung für den Bereich Gesundheit.

Julia Hertwig, Beschäftigte am JKB und Mitglied des Betriebsrats, fordert, dass auch die Interessenvertretungen der Beschäftigten mit am Tisch sitzen müssen. Hertwig: „Nur mit den Beschäftigten zusammen kann eine Zukunft für das Haus sichergestellt werden. Wichtig ist aus Sicht der Beschäftigten, dass die Identität des Hauses als Kiezkrankenhaus und als Jüdisches Krankenhaus erhalten bleibt. Auch die Tarifbindung im öffentlichen Dienst (TVöD) und eine echte Interessenvertretung mit einem handlungsfähigen Betriebsrat, Jugendvertretung, und Schwerbehindertenvertretung sind für die Beschäftigten essenziell.“

Quelle:
verdi.de

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