Verbundkrankenhaus Linz-Remagen kritisiert Reformtempo und geplante Kürzungen

Das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen sieht durch Reform und Spargesetz konkrete Risiken für die Versorgung im Kreis Neuwied. Geschäftsführer Werner warnt vor Kürzungen, längeren Wegen und wachsender Insolvenzgefahr…

4. Mai 2026
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Die Kombination aus Krankenhausreform und geplantem Spargesetz erhöht den Druck auf Kliniken deutlich. Geschäftsführer Thomas Werner vom Verbundkrankenhaus Linz-Remagen warnt vor Versorgungslücken, längeren Wegen und überlasteten Strukturen in der Region.

Ellen Demuth, Mitglied des Bundestages, und Kreistagsmitglied Detlef Nonnen tauschten sich mit Werner über die Auswirkungen der Reform aus. Die Reform zielt auf mehr Spezialisierung und Zentralisierung. Für ländliche Regionen wie den Kreis Neuwied bedeutet das mögliche Einschränkungen im Leistungsangebot einzelner Standorte.

Werner kritisiert vor allem das geplante „Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherungen“. Er bemängelt das schnelle Verfahren vor der Sommerpause. Gleichzeitig erwartet er erhebliche finanzielle Einschnitte. Krankenhäuser sollen bis 2027 rund 5,1 Milliarden Euro verlieren, bis 2030 insgesamt 12,8 Milliarden Euro.

Zusätzliche Belastungen entstehen durch gedeckelte Vergütungsanpassungen, fehlende Refinanzierung von Tarifsteigerungen und Änderungen im Pflegebudget. Auch die Streichung von Fördermaßnahmen und höhere Prüfquoten erhöhen den Druck.

Die wirtschaftliche Lage ist bereits angespannt. Laut Roland Berger schrieben 2024 rund 75 Prozent der Kliniken Verluste. Etwa 15 Prozent gelten als insolvenzgefährdet. Werner erwartet eine weitere Verschärfung. Besonders betroffen sind freigemeinnützige und kirchliche Träger, die keine kommunalen Ausgleichszahlungen erhalten.

Ellen Demuth kündigt an, die Auswirkungen im Bundestag zu prüfen und mögliche Anpassungen einzubringen.

Quelle:
nr-kurier.de

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