Verdi kritisiert überzogene Renditeziele der Rhön-Klinikum AG

Trotz Millionengewinn plant die Rhön-Klinikum AG weitere Einsparungen am UKGM – vor allem beim Personal. Verdi kritisiert die „überzogenen Renditeziele“ scharf und warnt vor einer Gefährdung der Versorgung. Die Klinikleitung verweist auf Priorität der Universitätsmedizin.

28. Mai 2025
  • Ökonomie


Trotz eines Konzerngewinns von 7,3 Millionen Euro im ersten Quartal fordert die Rhön-Klinikum AG weitere kurzfristige Sparmaßnahmen an ihren Standorten – auch am Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Der Fokus liegt auf Personaleinsparungen durch Einstellungsstopps und verzögerte Nachbesetzungen. Ziel ist ein Jahresergebnis von mindestens 110 Millionen Euro EBITDA. Verdi reagiert mit scharfer Kritik. Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm bezeichnet die Renditeziele als überzogen und kündigt Widerstand gegen den Stellenabbau an. Er verweist auf die Wirtschaftlichkeit des UKGM und die Schutzregelungen der „Zukunftsvereinbarung“. Die Klinikleitung betont, dass Forschung, Lehre und Versorgung höchste Priorität genießen. Alle bestehenden Vereinbarungen sollen eingehalten werden. Vorschläge zur Effizienzsteigerung betreffen auch Leistungen und Sachkosten. Die Debatte stellt exemplarisch die wachsende Kluft zwischen ökonomischem Druck und universitätsmedizinischer Versorgungsrealität dar.

Quelle:

giessener-anzeiger.de


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