Vergütungskürzung trotz Ambulantisierung: Angiologieverband kritisiert widersprüchliche Gesundheitspolitik

Der BVAD warnt, dass geplante Sparmaßnahmen die ambulante angiologische Versorgung schwächen, Fehlanreize setzen und die fachärztliche Weiterbildung gefährden…

15. Juni 2026
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Der Berufsverband Angiologie Deutschland (BVAD) kritisiert geplante Sparmaßnahmen im ambulanten Bereich als strukturell gefährlich für die Gefäßmedizin. Sinkende Vergütung bei gleichzeitig steigender Leistungsnachfrage widerspreche dem politisch angestrebten Ziel der Ambulantisierung.

Der Verband sieht drei zentrale Risiken: wachsenden Wirtschaftsdruck auf niedergelassene Facharztpraxen, mögliche Einschränkungen spezialisierter Leistungen sowie Fehlanreize zulasten der ambulanten Versorgung. Frühzeitige fachärztliche Diagnostik und Therapie sei in der Gefäßmedizin entscheidend, um schwerwiegende Komplikationen zu verhindern. Kostendämpfung im ambulanten Bereich führe langfristig nicht zu Einsparungen, sondern zu höheren Gesamtkosten und schlechteren Behandlungsergebnissen.

Besondere Sorge bereitet dem BVAD die Lage der fachärztlichen Weiterbildung. Bereits heute schränken strukturelle Veränderungen, darunter Hybrid-DRGs und fehlende Leistungsgruppen im stationären Bereich, die Weiterbildung in der Angiologie ein. Da Weiterbildungsinhalte künftig verstärkt in den ambulanten Sektor verlagert werden, verschärfe eine gleichzeitige wirtschaftliche Schwächung dieses Sektors den bereits erkennbaren Nachwuchsmangel.

Der BVAD fordert verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für niedergelassene Praxen, die Sicherung der ambulanten Fachversorgung sowie eine gezielte Stärkung der Weiterbildung.

Quelle:
juraforum.de

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