Verpflegung in Kliniken: Patienten leiden unter Kostendruck
Der finanzielle Druck auf deutsche Krankenhäuser führt zu einer schlechten Verpflegung der Patienten, was nach Expertenmeinung den Heilungsverlauf beeinträchtigen und Mangelernährung begünstigen kann.
- QM
- Ökonomie
Die Verpflegung in deutschen Krankenhäusern leidet stark unter der angespannten Finanzlage: Durchschnittlich stehen nur sechs Euro pro Tag und Patient zur Verfügung, was zu günstiger Massenware führt. Der ernährungsmedizinische Nutzen einer gesunden Ernährung, die nachweislich Komplikationen senken und Todesfälle vermeiden kann, wird so vernachlässigt. Während wenige Kliniken, wie das Isarklinikum München, innovative Sparmaßnahmen zur Verbesserung der Kost versuchen, zeigt die Realität vieler Krankenhäuser ein anderes Bild. Ein offener Brief an die Bundesregierung aus dem Jahr 2022, der zusätzliche Mittel für eine angemessene Verpflegung forderte, blieb unbeantwortet. Gerald Gaß von der Deutschen Krankenhausgesellschaft kritisiert, dass die Politik die Notlage der Kliniken bewusst in Kauf nimmt, was die Versorgung auf lange Sicht gefährdet…
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