Vier Konsortien bauen nationale Infrastruktur für Gesundheitsdaten auf
Der Bund startet den Aufbau einer nationalen Infrastruktur für digitale Gesundheitsdaten. Vier Konsortien aus Universitätskliniken sollen zeigen, wie vernetzte Daten die Versorgung und die medizinische Forschung verbessern…
- Digitale Klinik
Das Bundesforschungsministerium treibt mit der Medizininformatik-Initiative den Aufbau einer nationalen Infrastruktur für digitale Gesundheitsdaten voran. Vier ausgewählte Konsortien sollen zeigen, wie Universitätskliniken Daten aus Krankenversorgung, klinischer Forschung und biomedizinischer Forschung standortübergreifend verknüpfen und nutzbar machen.
Die Bundesregierung will das Vorhaben in den nächsten vier Jahren mit 150 Millionen Euro unterstützen. Ein international besetzter Gutachterkreis wählte vier Konsortien aus, die aus 17 Universitätskliniken und rund 40 weiteren Partnern bestehen. Diese Verbünde erhalten in der vierjährigen Aufbauphase 120 Millionen Euro. Drei weitere Konsortien, die ebenfalls Konzepte eingereicht hatten, bekommen zusammen 30 Millionen Euro.
Ab Januar 2018 bauen die ausgewählten Konsortien Datenintegrationszentren auf. Über diese Zentren sollen sie sich vernetzen und Daten austauschen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka nennt als Ziel ein lernendes, digital vernetztes Gesundheitssystem, in dem Ärztinnen und Ärzte verfügbare Erfahrungswerte und Forschungsergebnisse direkt in Therapieentscheidungen einbeziehen können.
Der Verband der Universitätsklinika und der Medizinische Fakultätentag begrüßen die Förderung. Sie erwarten davon Fortschritte für Patientenversorgung, Forschung und den Aufbau einer vernetzten Infrastruktur.
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