VKD warnt vor wachsender Unterfinanzierung durch halbierte Tarifrefinanzierung

Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz halbiert die Refinanzierung von Tariflohnsteigerungen und entzieht Kliniken 2026 rund 260 Millionen Euro…

24. August 2026
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Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kostet Krankenhäuser in Deutschland bereits 2026 rund 260 Millionen Euro. Der Verband des Klinikmanagements Deutschlands (VKD) warnt, dass die gesetzlich vorgesehene Halbierung der Refinanzierung von Tariflohnsteigerungen von 100 auf 50 Prozent die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage der Kliniken weiter verschärft.

Die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes sehen 2026 Steigerungen von 4,06 Prozent vor. Der Veränderungswert liegt bei 2,98 Prozent. Bei vollständiger Berücksichtigung wären anteilige Erhöhungsraten von 0,57 Prozent im akutstationären Bereich und 0,81 Prozent im Bereich der Bundespflegesatzverordnung entstanden. Tatsächlich werden nur 0,29 bzw. 0,41 Prozent anerkannt. Da die gesamten Tariflohnsteigerungen rund 520 Millionen Euro ausmachen, müssen Kliniken die Hälfte selbst tragen.

Besonders betroffen sind die rund 600 kommunalen Krankenhäuser, die Leittarifverträge direkt anwenden. Aber auch freigemeinnützige und private Träger mit Tariferhöhungen von mehr als etwa 3,5 Prozent im Jahr 2026 sind betroffen.

VKD-Präsident Dirk Köcher kritisiert den politischen Widerspruch. Die Krankenhausreform schreibe immer detailliertere Personalvorgaben vor, während gleichzeitig die Refinanzierung der Personalkostensteigerungen halbiert werde. Der VKD fordert, dass neue Personal- und Qualitätsvorgaben künftig nur beschlossen werden dürfen, wenn ihre Finanzierung verbindlich gesichert ist.

Quelle:
aerzteblatt.de

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