Vom digitalen Assistenten zur ethischen Herausforderung

In Kiel unterstützt die KI „Maia“ die klinische Versorgung, in Hannover entstehen ethische Leitplanken. Zwei Projekte zeigen: Künstliche Intelligenz kann die Medizin bereichern – ersetzt aber keine ärztliche Verantwortung. Orientierung und Aufklärung bleiben entscheidend.

15. Mai 2025
  • IT
  • Medizin


Künstliche Intelligenz hält Einzug in die klinische Praxis: Am Uniklinikum Kiel analysiert die KI „Maia“ Risikofaktoren und unterstützt Pflegepersonal bei Therapieentscheidungen. Entwickelt mit einem Hamburger Softwarehaus, zeigt das Projekt, wie KI zur Prozessentlastung beitragen kann – etwa bei der Prävention von Stürzen oder in der Brustkrebsfrüherkennung. Parallel dazu wurden an der MHH in Hannover mit Unterstützung des Landes Niedersachsen Handlungsempfehlungen für den ethischen Einsatz von KI entwickelt. In Workshops mit Betroffenen und Fachleuten wurde deutlich: Die Technik darf ärztliche Verantwortung nicht verdrängen. Patient:innen sollen gezielt nach der Rolle von KI fragen können. Datenschutz, Entscheidungsautonomie und das Recht auf Nichtwissen bleiben dabei zentrale Leitplanken. KI kann Ärzt:innen entlasten – ihre Verantwortung bleibt unteilbar…

Quelle:

taz.de


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