Warken treibt ePA voran und plant deutlichen Nutzungsanstieg bis 2030

Die elektronische Patientenakte soll alltagstauglicher werden. Mehr Funktionen und klare Ziele bis 2030 sollen die Nutzung deutlich erhöhen…

12. Februar 2026
  • Data und KI

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die elektronische Patientenakte stärker im Versorgungsalltag verankern. Derzeit nutzen rund 4 Millionen der etwa 74 Millionen gesetzlich Versicherten ihre ePA aktiv. Bis 2030 soll die Zahl auf 20 Millionen steigen.

Das Ministerium plant niedrigere Zugangshürden, digitale Unterstützung bei der Arzneimittelgabe und automatische Terminerinnerungen. Eine digitale Ersteinschätzung per App soll künftig den Weg zur Facharztbehandlung strukturieren. Die Angaben fließen direkt in die Patientenakte ein.

Seit Oktober sind Ärztinnen und Ärzte verpflichtet, relevante Daten in der ePA zu dokumentieren. Bisher profitieren vor allem chronisch erkrankte Menschen mit vielen Befunden. Künftig soll die Akte für alle Versicherten einen klaren Mehrwert bieten.

Parallel setzt die Digitalstrategie auf Künstliche Intelligenz. Bis 2028 sollen über 70 Prozent der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen KI-gestützte Dokumentation nutzen. Zudem soll das Forschungsdatenzentrum Gesundheit Daten aus der ePA für bis zu 300 Projekte bereitstellen. Beim eRezept plant das Ministerium weniger Systemkomponenten und mehr Steuerungsrechte für die Gematik, um Störungen zu reduzieren.

Quelle:
apotheken-umschau.de

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