Warken will die ePA zur zentralen App für Versorgung und Behandlungssteuerung ausbauen
Nina Warken will die elektronische Patientenakte zu einer zentralen Anwendung für Versorgung, Prävention und Behandlungsorganisation ausbauen. Dafür kündigte sie neue Funktionen, einfachere Nutzung und mehr Datennutzung für Forschung an…
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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die elektronische Patientenakte zu einem zentralen Zugang für die Versorgung ausbauen. Die ePA soll gesetzlich Versicherten künftig nicht nur Dokumente bereitstellen, sondern den Behandlungsverlauf aktiv begleiten. Sie soll damit im Alltag spürbar nützlicher werden und im geplanten Primärversorgungssystem neben der 116117 eine größere Rolle übernehmen.
Warken sagte auf der DMEA in Berlin, Versicherte sollen künftig einen großen Teil ihrer Gesundheitsversorgung über ihre ePA-Apps selbst verwalten können. Sie nannte Arzttermine und Präventionsangebote der Krankenkassen. Perspektivisch soll die ePA-App in der ambulanten Versorgung von der standardisierten digitalen Ersteinschätzung des Behandlungsbedarfs bis zur elektronischen Überweisung begleiten. Kassen sollen dafür mehr nützliche Anwendungen entwickeln und bereitstellen können.
Im Referentenentwurf des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen ist nach Warkens Angaben vorgesehen, dass Krankenkassen mit Zustimmung ihrer Versicherten künftig mehr Daten, auch aus der ePA, auswerten können. Sie verwies dabei vor allem auf Prävention, etwa über personalisierte Übersichten und Erinnerungen. Lena Dimde von der Gematik betonte zugleich, die ePA müsse sich von einer dokumentenbasierten zu einer datenbasierten Akte entwickeln. Die Terminvereinbarung werde aber nicht über das Aktensystem laufen.
Warken sieht dafür vor allem bei der Nutzung Hürden. Sie verwies auf ein vereinfachtes Anmeldeverfahren, ein aktualisiertes Video-Ident-Verfahren der Kassen und auf die EUDI Wallet ab Anfang 2027. Für Leistungserbringer soll bis Ende des Jahres die Volltextsuche kommen. Ebenfalls ab Ende des Jahres sollen ePA-Daten an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit übermittelt werden. Damit all das im Praxisalltag funktioniert, will Warken der Gematik mehr Instrumente geben und die Telematikinfrastruktur weniger komplex und verlässlicher machen.
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