Was kann Deutschland aus der dänischen Krankenhausreform lernen?
Dänemark modernisierte Kliniken, schloss kleine Häuser und setzt auf digitale Medizin. Könnte Deutschland daraus lernen?
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Dänemark hat sein Krankenhauswesen seit den 1990er Jahren grundlegend reformiert. Der Auslöser waren Qualitätsmängel, die besonders in kleinen Häusern sichtbar wurden.
Die 2007 beschlossene Zentralisierung führte zu modernen Klinikzentren und einer deutlich verbesserten Behandlungsqualität. Transparente Daten, umfassende Digitalisierung und Einzelzimmer als Standard prägen das System. Krankenhäuser erhalten feste Budgets, deren Einhaltung streng überwacht wird. Wenn sich Krankenhausdirektoren nicht daran halten, verlieren sie ihren Posten. In der dänischen Kultur der öffentlichen Verwaltung entspricht es nicht den Gepflogenheiten, mehr auszugeben, als vorhanden ist.
Zugleich wurde die präklinische Versorgung gestärkt. Schwach bleibt jedoch die ambulante Versorgung, die erst jetzt durch eine neue Reform mit Fokus auf Hausarztpraxen verbessert werden soll. Probleme bestehen zudem beim Mangel an Pflegekräften, insbesondere in der Altenhilfe.
Kjellberg betont, dass klare Daten, politische Mehrheiten und Transparenz die Voraussetzung für erfolgreiche Reformen sind. Für Deutschland sei die fehlende zentrale Steuerung und Transparenz ein zentrales Hindernis.
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