„Wer wird noch da sein, wenn wir selbst Pflege brauchen?“ – Pflegende richten Botschaften an die Politik
Über 100 Pflegefachpersonen haben dem DBfK Botschaften an die Politik übermittelt und warnen vor Berufsflucht, Versorgungslücken und gesellschaftlichen Folgekosten der geplanten Kürzungen…
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat mehr als 100 Rückmeldungen beruflich Pflegender aus allen Versorgungsbereichen gesammelt und will diese in Gespräche mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern einbringen. Die Botschaften richten sich gegen die Sparpläne der Bundesregierung, konkret gegen Einschnitte beim Pflegebudget, bei der Tarifrefinanzierung und bei der Personalbemessung im Krankenhaus.
Viele Pflegefachpersonen arbeiten bereits jetzt an oder über ihrer Belastungsgrenze. Sie berichten von Zeitdruck, Gewissensbissen und der Angst, Fehler zu machen. Weitere Kürzungen würden Arbeitszeitreduzierungen, Krankmeldungen und Berufsausstiege beschleunigen.
Die Rückmeldungen benennen schlecht vorbereitete Krankenhausentlassungen, unzureichende ambulante Versorgung und zu wenig Pflegeplätze als konkrete Versorgungsfolgen. Wer bei Prävention und niedrigschwelliger Unterstützung spare, riskiere höhere Kosten in der Akut- und Langzeitversorgung, mehr vermeidbare Krankenhauseinweisungen sowie zunehmende Isolation und Verwahrlosung pflegebedürftiger Menschen.
Die Einsendenden bewerten die Sparpläne übereinstimmend als fachlich nicht nachvollziehbar und als Ausdruck mangelnder Kenntnis der Versorgungspraxis. Der DBfK will die gesammelten Botschaften in laufende Reformprozesse einbringen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.