Wert entsteht im Auge des Patienten

Patientenzentrierung braucht mehr als Technik. PROMs – standardisierte Rückmeldungen von Patienten – erfassen Behandlungsergebnisse aus deren Sicht. Entscheidend ist, ob diese Daten auch in Therapieentscheidungen einfließen. Erst dann entsteht ein echter Mehrwert für die Versorgung.

24. April 2025
  • Medizin
  • QM


Patientenzentrierung ist ein erklärtes Ziel der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Elektronische Patientenakten und Patientenportale reichen dafür jedoch nicht aus. Echte Veränderung bringt erst die systematische Erfassung und Nutzung der Patientensicht. Genau hier setzt das Konzept der werteorientierten Gesundheitsversorgung (Value-Based Healthcare) an. PROMs – Patient-Reported Outcome Measures – erfassen, wie Patienten ihre Behandlung bewerten. Sie ermöglichen Fachbereichs- und sektorübergreifende Vergleiche der Versorgungsqualität. In Deutschland wachsen Bedeutung und Anwendung dieser Instrumente: Das IQTIG entwickelt indikationsspezifische PROMs, erste Kliniken wie Asklepios nutzen sie aktiv. Doch der Mehrwert entsteht erst, wenn Rückmeldungen tatsächlich in Behandlungsgespräche einfließen. PROMs müssen Versorgung nicht nur abbilden, sondern beeinflussen. Erst wenn Patienten ihre Stimme wirksam eingebunden sehen, wird die Perspektive Teil der Entscheidungsfindung – und damit Teil einer modernen, zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung…

Quelle:

bibliomedmanager.de


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