WHO warnt: Bis 2030 fehlen weltweit 11,1 Millionen Gesundheitsfachkräfte

Die WHO erwartet bis 2030 eine globale Lücke von 11,1 Millionen Gesundheitsfachkräften. Alternde Belegschaften und wachsender Versorgungsbedarf verschärfen die Lage besonders in Afrika…

21. September 2026
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem weltweiten Mangel von 11,1 Millionen Gesundheitsfachkräften bis 2030. Das Defizit betrifft Ärztinnen und Ärzte ebenso wie Hebammen, Apotheker und Pflegepersonal. Derzeit sind rund 70 Millionen Fachkräfte aktiv, die Versorgungsdichte stieg in den vergangenen 20 Jahren von 44,8 auf 67,9 pro 10.000 Menschen. Dennoch reicht das nicht aus.

Ein zentrales Problem ist die Altersstruktur, denn weltweit ist ein Viertel der Ärzteschaft über 55 Jahre alt. In Ländern mit hohen Einkommen gilt das sogar für jeden Dritten. Viele dürften sich in den kommenden zehn Jahren aus dem Berufsleben zurückziehen, ohne dass ausreichend Nachwuchs folgt.

Gleichzeitig steigt die Notwendigkeit, da besonders die alternde Gesamtbevölkerung in vielen Ländern den Versorgungsbedarf erhöht. Die WHO warnt vor längeren Wartezeiten und verzögerter Behandlung.

Besonders stark betroffen sind Afrika und die östliche Mittelmeerregion. In manchen afrikanischen Ländern kommt ein Arzt auf 26.000 Menschen, in einkommensstarken Ländern liegt das Verhältnis bei eins zu 150.

Die WHO mahnt zudem, dass internationale Personalrekrutierung die Lage in ohnehin unterversorgten Ländern weiter verschlechtern kann. WHO-Akademie-Sprecherin Lisa Smyth fordert ethische Lösungen, die Gesundheitssysteme mit akutem Personalmangel nicht zusätzlich schwächen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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