Widerstand gegen Klinikreform – GLG Krankenhauspersonal kontert mit eigenem ‚Faktencheck‘

Die geplanten Umstrukturierungen der GLG in den Krankenhäusern Prenzlau und Angermünde stoßen auf massiven Widerstand der Belegschaft. Ärzte und Pflegekräfte warnen vor einer drastischen Verschlechterung der Notfallversorgung und sehen die Sicherheit der Patienten gefährdet.

30. Januar 2025
  • Ökonomie


Die Sanierungspläne der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG) für die Krankenhäuser in Prenzlau und Angermünde sorgen für heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Ärzte und Pflegekräfte sehen die geplanten Maßnahmen nicht als wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern als drastische Einschnitte, die die Versorgungssicherheit gefährden. Sie befürchten, dass das Krankenhaus Prenzlau durch die Schließung zentraler Abteilungen faktisch zur Pflegeeinrichtung umgewandelt wird. Besonders kritisch sehen sie die geplante Reduzierung der Notfallversorgung: Ohne Intensivstation und OP-Block sei eine stabile Erstversorgung schwerkranker Patienten nicht mehr gewährleistet. Auch die Pläne für Angermünde stehen in der Kritik. Laut Mitarbeitern wurde das medizinische Personal nicht in die Konzeptentwicklung einbezogen. Zudem sei das Defizit der Klinik gering, sodass die Notwendigkeit der Umstrukturierung fraglich sei. Die angespannte Personalsituation drohe sich durch die Unsicherheiten weiter zu verschärfen. Die Beschäftigten sehen im geplanten medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) keinen Ersatz für eine Notaufnahme. Sie fordern ein Umdenken, um die Gesundheitsversorgung der Region nicht nachhaltig zu gefährden…

Quelle:

nordkurier.de


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