Wie die Krankenhausreform Länder verbindet und trennt

Die Krankenhausreform stellt Planungsbehörden und Kliniken vor die Herausforderung, regionale Planungen mit überregionalen Patientenströmen zu verknüpfen – eine Aufgabe, die strategischen Überblick statt Detailarbeit erfordert. Gerade in Hessen und Rheinland-Pfalz zeigt sich, dass die Reform nicht an den Landesgrenzen Halt macht, sondern enge Kooperationen und übergreifende Perspektiven erfordert.

16. Januar 2025
  • Politik


Die Krankenhausreform bringt für Hessen und Rheinland-Pfalz zentrale Herausforderungen mit sich, da die Bundesländer die Umsetzung regional gestalten müssen. Während im Ballungsraum Rhein-Main eine Überversorgung vermutet wird, gibt es in ländlichen Regionen wie Montabaur oder Nordhessen große Unsicherheiten bei der Sicherstellung der Versorgung. Experten wie Steffen Gramminger (Hessische Krankenhausgesellschaft) und Andreas Wermter (Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz) erwarten eine stärkere Zentralisierung und Spezialisierung: Komplexe Eingriffe sollen künftig nur noch an wenigen Zentren stattfinden. Dies könnte die Qualität der Behandlungen steigern, birgt jedoch Risiken für ländliche Gebiete, wo längere Wege und Wartelisten drohen. Ein überregionales Planungskonzept wird als notwendig angesehen, da Patientenströme Ländergrenzen überschreiten – ein Problem, das die föderale Struktur Deutschlands bisher nicht ausreichend berücksichtigt. Der Erfolg der Reform hängt davon ab, ob es gelingt, urbane und ländliche Anforderungen aus der „Perspektive des Adlers“ gleichermaßen zu berücksichtigen…

Quelle:

kma-online.de


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