Wie nachhaltiges Wirtschaften in der Sozial- und Gesundheitsbranche gelingt 

7. Juni 2022
  • Ökonomie

Auf Einladung der Evangelischen Bank (EB) haben zahlreiche interessierte Führungskräfte und Mitarbeiter:innen aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft beraten, wie sie steigende Nachhaltigkeitsstandards im Unternehmensalltag verankern und in ihre Management-Systeme integrieren können. Den fachlichen Impuls für den zweiten „LebensWert-Dialog“ der EB lieferte ein Erfahrungsbericht aus der Praxis. 

„Ob Unternehmen bereit sind, nachhaltig zu wirtschaften, ist zunächst eine Haltungsfrage“, erklärte Thomas Katzenmayer, Vorsitzender des Vorstands der EB, zur Eröffnung der aus dem Berliner Change Hub gestreamten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung. Aber auch dann, wenn die Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit eine positive Haltung hätten und nicht allein aufgrund äußerer Entwicklungen handelten, stellten sich für sie zurzeit viele Fragen, auf die sie konkrete Antworten benötigten. „Als Evangelische Bank sehen wir es als unsere Aufgabe an, unsere Kund:innen in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft frühzeitig auf neue Anforderungen hinzuweisen und ihnen gleichzeitig Lösungswege aufzuzeigen – auch durch innovative Formate wie den ‚LebensWert-Dialog‘“, sagte Katzenmayer. 

Absicherung über solides Management-System 

Rainer Freyer, Geschäftsführer des diakonischen Altenhilfeträgers „Dienste für Menschen“ (DfM), erläuterte am Beispiel seines Unternehmens, wie nachhaltiges Wirtschaften in der sozial- und gesundheitswirtschaftlichen Alltagspraxis gelingen kann: „Bei uns wird Nachhaltigkeit nicht dem Zufall oder politischen Strömungen überlassen, sondern über ein solides Management-System abgesichert und seit Jahren flächendeckend zertifiziert“, berichtete er. Zentrale Erfolgskomponenten seien die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das Unternehmensleitbild sowie eine standardisierte Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch ein regelmäßiges Monitoring mit internen und externen Audits sowie daraus abgeleitete Verbesserungsprogramme. Zur Anwendung komme dabei das System „EMASplus“, das auf dem bewährten europäischen EMAS-System (Eco Management and Audit Scheme) basiert und das Umweltmanagement um eine soziale und ökonomische Perspektive zu einem integrierten und ganzheitlichen Management-System erweitert. „Für uns hat oberste Priorität, dass alle drei Nachhaltigkeitssäulen im Gleichgewicht sind und wir die unterschiedlichen Anforderungen in einem System abbilden“, so Freyer. 

Die Registrierungsstelle von „EMASplus“ befindet sich beim eingetragenen Verein KATE Umwelt & Entwicklung e.V., weitere Informationen hierzu können auf der Website von KATE eingesehen werden.  

Der nächste „LebensWert-Dialog“ findet im Herbst 2022 statt; der genaue Termin und das Thema werden rechtzeitig bekanntgegeben. Auch der dritte Teil der Veranstaltungsreihe der EB wird sich exklusiv an eingeladene Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft richten.  

Evangelische Bank eG 

Die Evangelische Bank eG ist als genossenschaftlich organisiertes, modernes Kreditinstitut die nachhaltig führende Spezialbank für Kund:innen aus Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie für alle privaten Kund:innen mit christlicher Werteorientierung.  

Als spezialisierter Finanzdienstleister bietet die Evangelische Bank neben dem exzellenten Branchen-Know-how auch umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 8,48 Mrd. Euro zählt sie zu den größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. In ihrem Kerngeschäft finanziert sie soziale Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe, Bildung, bezahlbarer Wohnraum sowie privater Wohnbau und investiert in Vorhaben, Unternehmen und Institutionen, die zur Bewahrung der Schöpfung einen positiven Beitrag leisten. Die Evangelische Bank richtet ihr unternehmerisches Handeln nach den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) und nach den anspruchsvollen EMASplus – Kriterien aus. Zur EB-Gruppe gehören die EB – Sustainable Investment Management (EB-SIM), die EB Consult, die EB-Kundenservice, der Change Hub in Berlin, die HKD Handelsgesellschaft für Kirche und Diakonie, die EB-Sustainable Real Estate (EB-SRE) sowie die EB-Real Estate (EB-RE). 

Quelle:

eb.de


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