Wirtschaftliche Schieflage: Landespolitik erlaubt Unikliniken in Sachsen-Anhalt neue Schulden

Trotz bestehender Kreditrahmen droht beiden Unikliniken in Sachsen-Anhalt die Zahlungsunfähigkeit. Das Land reagiert mit zusätzlichen Krediten in Höhe von 100 Millionen Euro. Die wirtschaftlichen Probleme sind tiefgreifend. Strukturelle Unterfinanzierung trifft auf stagnierende Erlöse.

24. Juni 2025
  • Ökonomie


Die Universitätskliniken Halle und Magdeburg benötigen dringend frisches Kapital. Die bisherigen Kreditgrenzen von insgesamt 140 Millionen Euro reichen nicht mehr aus. Der Finanzausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt hat nun grünes Licht für eine weitere Verschuldung über 100 Millionen Euro gegeben, je 50 Millionen pro Standort. Damit steigt der finanzielle Druck weiter. Die Ursachen sind vielschichtig: stark gestiegene Kosten, ein deutlich reduziertes Patientenaufkommen seit der Pandemie und unveränderte Fallpauschalen führen zu anhaltenden Defiziten. Im Geschäftsjahr 2023 wies die Uniklinik Halle ein Minus von 16,8 Millionen Euro aus. In Magdeburg wird sogar ein Fehlbetrag von 47,6 Millionen Euro erwartet. Laut dem Kaufmännischen Direktor der Uniklinik Halle, Alexander Beblacz, liegt der Kern des Problems in der strukturellen Unterfinanzierung universitärer Maximalversorgung. Ein internes Konsolidierungsprogramm soll nun die wirtschaftliche Lage stabilisieren. Konkrete Sparmaßnahmen wurden nicht benannt.

Quelle:

magdeburg-klickt.de


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