Wirtschaftliche Schieflage zwingt St. Carolus Görlitz zur Neuausrichtung
Das St. Carolus Krankenhaus Görlitz wird zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung umgebaut. Ab Oktober schließt die Notaufnahme. Rund 120 Beschäftigte sind betroffen…
- Politik
- Ökonomie
Das St. Carolus Krankenhaus Görlitz stellt seinen Betrieb grundlegend um. Hintergrund ist eine seit Jahren bestehende wirtschaftliche Schieflage, die sich durch die Krankenhausreform weiter verschärft.
Das privat getragene Haus, das zur Gesellschaft für Gesundheit und Versorgung Sachsen (GGS) gehört, soll künftig als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (SÜV) arbeiten. Es konzentriert sich dann auf leichte stationäre Leistungen der Allgemeinen Inneren Medizin, ambulante und hybride Eingriffe in Allgemeinchirurgie und Urologie, stationäre Palliativmedizin sowie teilstationäre Schlafmedizin.
Der Umbau erfolgt schrittweise. Zum 1. Oktober schließt die Notaufnahme, die Intensivmedizin wird verkleinert und die Innere Medizin auf 30 stationäre Betten reduziert. Zum Jahresende soll auch die Intensivmedizin vollständig schließen.
Die Notfallversorgung für Görlitz übernimmt dann zentral das Städtische Klinikum, das mehr als 1.450 Beschäftigte, 17 Fachkliniken und 13 medizinische Zentren umfasst und jährlich rund 22.500 Patienten stationär behandelt.
Rund 120 der etwa 260 Beschäftigten des St. Carolus sind von den Maßnahmen betroffen. Klinikum-Geschäftsführerin Ines Hofmann signalisierte, möglichst vielen eine berufliche Perspektive im Städtischen Klinikum anzubieten, sofern Interesse und passende Einsatzmöglichkeiten bestehen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.